Das Foto zeigt (v.l.n.r.) Sparkassendirektor Lutz Boden, Wettbewerbssieger Szymon Widomski und Simon Braun, Gisela von Renteln, Bürgermeister Stefan Martus und Dieter Haas.

Am 22. Oktober 1940 wurden 6500 Juden aus ganz Baden in das Lager Gurs deportiert. Unter ihnen waren auch 21 jüdische Bürgerinnen und Bürger aus Philippsburg. 77 Jahre danach erinnert nun ein Gedenkstein vor der Jugendstil-Festhalle an sie und ihr Schicksal. Ermöglicht wurde das Denkmal durch die Förderung der Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe. Sie hat den Philippsburger Gedenkstein und sein Pendant in der zentralen Gedenkstätte in Neckarzimmern finanziert.

Der Entwurf für den Gedenkstein entstand im Rahmen eines Projekts der Konrad Adenauer-Realschule Philippsburg. Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen haben insgesamt 18 Entwürfe gefertigt. Eine hochkarätig besetzte Jury hat den Entwurf von Simon Braun und Szymon Widomski zur Realisierung in Sandstein ausgewählt. Umgesetzt wurde er durch den Steinmetz Kai Sauer. Während der Stein, der den Philippsburger Festungsstern mit dem Davidsstern vereint, eine allgemeingültige Dimension hat, zeigt eine zusätzlich angebrachte Bronzetafel die Namen der 21 Philippsburger Juden.

Die offizielle Enthüllung erfolgte am Jahrestag der Deportation, am 22. Oktober 2017, durch Bürgermeister Stefan Martus, Sparkassendirektor Lutz Boden und Pfarrer Andreas Riehm-Strammer. Gemeinsam mit Geschäftsführerin Gisela von Renteln, Rektorin Dr. Ina Kreisel, Hobbyhistoriker Dieter Haas und den beiden Wettbewerbssiegern übergaben sie das Denkmal der Öffentlichkeit und betonten, dass der Stein über die Erinnerung hinaus auch ein Mahnmal für die Zukunft sei.

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