Das Stafforter Buch
Das Stafforter Buch: Schon das Äußere des 422 Jahre alten Originals erfüllt den Betrachter mit Ehrfurcht. Doch ebenso beeindruckend sind seine historische Bedeutung und deren Impulse für die Gegenwart. (Foto: Pfarrer Dr. Holger Müller)

Die Kulturstiftung hat schon eine ganze Reihe von Buchprojekten und Buchankäufen im gesamten Geschäftsgebiet gefördert. Doch das „Stafforter Buch“ nimmt darunter den Spitzenplatz als absolute Rarität ein. Und diesen Platz wird es auch behalten.

Gedruckt im Jahr 1599 ist es stolze 422 Jahre alt.

Dass ein solches Original zum Kauf angeboten wird, ist bereits eine Sensation. Und dass Pfarrer Dr. Holger Müller von der evangelischen Kirchengemeinde Staffort-Büchenau es auf der Website eines Antiquariats in Philadelphia (USA) zufällig entdeckte, ebenso.

Die Kulturstiftung war sofort und sehr gerne bereit, die Erwerbung des „Stafforter Buches“ durch ihre finanzielle Unterstützung zu ermöglichen und damit einen Beitrag zu dessen Rückkehr an den Ort seiner Entstehung zu leisten.

Kein Geringerer als Markgraf Ernst Friedrich von Baden hat das Buch verfasst und in seinem Wasserschloss in Staffort drucken lassen. Das Kernstück ist das „Stafforter Bekenntnis“, mit dem der Markgraf eine Brücke zwischen dem lutherischen Württemberg, seinem Baden-Durlach und der reformiert-protestantischen Kurpfalz, zwischen den Lehren Luthers und Calvins, schlagen wollte.

Die offizielle Übergabe des „Stafforter Buches“ erfolgte am 24. Juni 2021 in der Evangelischen Kirche Staffort durch Oberbürgermeisterin Petra Becker, Direktor Bernhard Sauer, stv. Vorstandsmitglied der Sparkasse Karlsruhe, Pfarrer Dr. Holger Müller und weiteren Vertretern der Kirchengemeinde und der Stadt.

Das Original wird künftig in einem Tresor ruhen. Seine Botschaft jedoch wird allen Interessierten weiterhin zugänglich sein. Denn Pfarrer Dr. Holger Müller hat das Stafforter Bekenntnis in akribischer Arbeit in für Laien verständliches Deutsch übersetzt. Diese Übersetzung wurde zusammen mit Aufsätzen zur geschichtlichen und theologischen Bedeutung des Werkes sowie zur Historie des Wasserschlosses in einer Neuausgabe des „Stafforter Buches“ veröffentlicht.

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